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9. Juni 2025  (aktualisiert am 2. Juli 2025)

Bauphysikalisch in Bestform

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 6 Min. Lesezeit | #Holzschindelbekleidungen  #Witterung  #Niederschläge  #Schutz  #Bausubstanz 
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Die Vorgehängte Hinterlüftete Fassade findet ihren Ursprung in historischen Holzschindelbekleidungen, die vornehmlich aus Regionen stammen, in denen Häuser klimatisch stark durch Witterung und Niederschläge beansprucht wurden.
Das System der VHF bietet hier nicht nur einen optimalen Schutz der Bausubstanz, sondern auch eine ideale Verbindung zwischen behaglich-gesundem Wohnklima im Inneren und einem attraktiven Äußeren.

Neben den bauphysikalischen Vorzügen liegen die Vorteile einer Vorgehängten Hinterlüfteten Fassade in ihrer:

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Wirtschaftlichkeit
Trotz der höheren Erstinvestition stellen VHF aufgrund ihrer Wertbeständigkeit, Langlebigkeit und des geringen Wartungs- bzw. Instandhaltungsaufwands überwiegend die langfristig wirtschaftlichere Lösung dar.
Nachhaltigkeit
Die VHF ist ressourcenschonend: Sie ist sortenrein rück-baubar; die einzelnen Komponenten können in den Wertstoffkreislauf rückgeführt werden.

Qualität

Durch die konstruktive Trennung der Funktionen Wärme- und Witterungsschutz ist die Schadensanfälligkeit von System und Bausubstanz geringer als bei anderen Fassadensystemen.

Gestaltungsvielfalt

Durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Bekleidungsmaterialien bieten VH-Fassaden eine überlegene Gestaltungsvielfalt. Das System ist wie kein anderes in der Lage, Architektur, Charakter und Anmutung eines Hauses zu ästhetisieren, positiv zu pointieren und zu individualisieren.

Mit ihrer Langlebigkeit, hochwertig-repräsentativen Optik und dem optimalen Raumklima im Gebäudeinneren tragen VHF maßgeblich zur Wertsteigerung von Objekten bei.


Die Fassade ist ständig Witterungseinflüssen ausgesetzt und gilt als das Bauteil mit der größten Schadensanfälligkeit. Die Vorgehängte Hinterlüftete Fassade ist hochbeanspruchbar, schlagregendicht und schützt wirksam die Bausubstanz (Beanspruchungsgruppe III nach DIN 4108-3).

1. Unterkonstruktion

Unterkonstruktionen können aus Holz oder Aluminiumprofilen oder deren Kombination gefertigt werden. Auf sehr unebenen Untergründen haben Aluminium-Unterkonstruktionen ihre Vorteile: Sie sind dreidimensional justierbar, lassen sich absolut lot- und waagerecht ausgleichen und legen sich zwängungsfrei um den Baukörper.Die Unterkonstruktion trägt nicht nur das Gewicht der Bekleidung, sondern muss auch auf die Windlasten, insbesondere die erheblichen Windsog-Kräfte ausgerichtet sein. Für die Verankerung der Unterkonstruktion dürfen nur Befestigungen eingesetzt werden, die für den Fassadenbau zugelassen und exakt auf den vorhandenen Untergrund abgestimmt sind.

2. Hinterlüftung

Der zwischen den VHF-Komponenten angeordnete Hinterlüftungsraum regelt den Feuchtehaushalt am Haus:

  • Bau- und Nutzungsfeuchte werden kontinuierlich abgeführt.
  • Feuchte Außenwände trocknen in kürzester Zeit aus.
  • Ein optimales, angenehmes Innenraumklima wird sichergestellt.

3. Bekleidung

Während andere Systeme überwiegend durch eine einzige Optik, z. B. Mauerwerk oder Oberputz, dominiert werden, hat die VHF nahezu unendlich viele Gesichter.

4. Dämmung

Eine wirksame Dämmung dämmt nicht nur Deinen Energieverbrauch, Deine Heizkosten und CO2-Abgaben massiv ein, sie bietet auch sommerlichen Hitze-, Schall- und Brandschutz.

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Grundsätzlich empfehlen sich:

Mineralwolle-Dämmplatten

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Mineralwolle zeichnet sich durch Top-Dämmeigenschaften in Bezug auf den Wärme-, Schall- und Brandschutz aus. Sie erfüllt hohe Anforderungen und bietet höchsten Brandschutz: Baustoffklasse A, nicht brennbar. Mineralwolle-Dämmplatten sind diffusionsoffen und damit „atmungsaktiv“, langlebig und mechanisch belastbar.
Mineralwolle bezeichnet Dämmstoffe aus Mineralfasern, insbesondere Stein- und Glaswolle. Steinwolleprodukte sind in der Regel etwas schwerer und haben eine höhere Rohdichte. Die Dämmstoffplatten sind daher sehr druckfest und dimensionsstabil. Sie bieten ebenso Top-Schallschutzeigenschaften.

Naturfaser-Dämmplatten

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Unter den Dämmstoffen aus nachwachsenden, weitestgehend biologisch abbaubaren Rohstoffen sind druckfeste Holzfaser-Dämmplatten aus mind. 85 % stabil verpressten Holzfasern hervorragend für VHF geeignet.
Holzfaser-Dämmplatten bieten eine gute Wärme- und Schall-Dämmleistung, die nur geringfügig unter der von Mineralwolle liegt. Ihre spezifische Wärmekapazität ist der mineralischer Dämmstoffe überlegen, was bedeutet, dass Holzfaser-Dämmplatten einen gesteigerten sommerlichen Hitzeschutz bieten.

Sie sind hochgradig diffusionsoffen sowie wassertransport- und -speicherfähig. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben – das sorgt für ein angenehmes, gesundes Raumklima: Raumfeuchte wird ausgeglichen, Schimmel vermieden. Mit Holzfaser-Dämmplatten lassen sich Brandschutzkonstruktionen bis F90 B/REI 90 errichten, d. h., ein Feuer würde 90 Minuten benötigen, um die an die Konstruktion gestellten Sicherheitsanforderungen zu überschreiten. Sie brennen verhältnismäßig langsam, mit geringer Rauchentwicklung und tropfen nicht brennend ab.

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